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ausgebootet.eu
14.9.2016

Viel erreicht — wenig gewonnen?

Zur Zukunft des Ruhrgebiets

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier & Dr. David H. Gehne
In Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum

Über das Thema ›Ausgebootet‹ lässt sich nicht reden, ohne über die eigene Region nachzudenken. Im Klartext Verlag erschien 2012 von Bogumil/Heinze/Lehner/Strohmeier ›Viel erreicht – wenig gewonnen. Ein realistischer Blick auf das Ruhrgebiet‹. Wie sähe 2016 solch ein Blick aus – angesichts der ›Flüchtlingskrise‹, der Zuwanderung und Fremdenfeindlichkeit, der Verschuldung, dem Ab- und Rückbau kommunaler Einrichtungen, der kumulativen Effekte von Armut?

Immer wichtiger werden Ideen, deren Umsetzung das Zusammenleben aller an der Ruhr verbessern könnten. Es geht um die Förderung ortsbezogener Initiativen für Wissen und Bildung (wider die Kultur der Arbeitslosigkeit), um neue Formate der Bürgerbeteiligung, um funktionale Differenzierung zwischen den Städten, um interkommunale Zusammenarbeit. Denn: Welche Menschen sollen zukünftig die Stadtgesellschaft tragen und fördern?

Klaus Peter Strohmeier, aufgewachsen in Herten, war bis 2014 Professor für Soziologie/Stadt, Region, Familie in der Fakultät für Sozialwissenschaft und geschäftsführender Leiter des ZEFIR. Als Seniorprofessor der RUB war er Leiter der Begleitforschung des NRW-Modellprojekts ›Kein Kind zurücklassen‹. Im Fokus seiner Forschungen stehen Entwicklungen der Lebensform Familie und der Sozialräume in den Städten, in denen heute Familien leben und Kinder aufwachsen, sowie die Wirkungsweise von Familienpolitik im lokalen Raum. Strohmeier ist sachverständiges Mitglied der Enquetekommission ›Zukunft der Familienpolitik‹ im NRW-Landtag.
sowi.rub.de/staresoz/strohmeier.html.de

David H. Gehne arbeitet als Diplom-Sozialwissenschaftler am ZEFIR. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Themen sozialräumliche Strukturen, Wahlen und Beteiligung, Sprache und Sozialstruktur. Von ihm erschienen u. a. die Aufsätze ›Die Unterstadt als demokratiefreie Zone – Ist Segregation gefährlich für die lokale Demokratie?‹ sowie ›Region mit Verspätung: Politische Landschaft in der industriellen Zeit; Landtags- und Kommunalwahlen‹.
zefir.ruhr-uni-bochum.de/dgehne.html


Foto: Ekkehard Wind
Foto: Katrin Linde

Mittwoch
14. September 2016, 20 Uhr
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstr. 17 – 19
44789 Bochum

Eintritt: 5 €
(Vorverkauf / Abendkasse)
Karten unter
0 20 43 . 99 26 44 (Literaturbüro Ruhr) oder unter verena.geiger@stadt-gladbeck.de